Mittwoch, 13. Dezember 2006

chin. Fastfood for "Take away"


Heute war ich zu faul für ein Restaurant um dort allein zusitzen und auf mein essen zuwarten wie in einer Schaufensterscheibe. Also schnell hin zum Fast-Food Restaurant und nen paar Sachen bestellt. Für 23 RMB, also ca 2,30€ bekam ich das Essen wie oben zu sehen. Eine kleine Suppe mit 2 Fleischbällchen, dann 3 fritierte panierte Fische, Reis in Unmengen und meine geliebten Süß-Sauer Gemüse Beilagen. Das war auch das erste mal das ich mich an dieses braune Ei herangewagt habe. Wieder etwas Weg von meiner Hab-ich-mich-NOCH-nicht-getraut-Liste. Nun verbleibt nur noch der Octopus auf dieser no-Eating Liste.Dieses Ei ist interessant, es hat einen nussigen Beigeschmack. Dazu als Beilage irgendein Fleisch in Teig (die extra Box im Bild rechts oben zu erkennen.

Dazu zwei Folgen "King of Queens" auf dem Laptop geschaut und der Abend war (fast) pefekt......


Ich will dieses Fas-Food auch in Deutschland haben....soviel...so lecker...so wenig kosten...... Ich weis das dieses REstaurant auch leifert.....ob die wissen wie weit es nach Germany ist???

Muschi - meine beste Freundin (Hund, Katze, Kakerlaken)



Ich muss jetzt mal als Tierfreund ein paar Worte verlieren. Der Gedanke, das Hunde und Katzen hier eher auf dem Teller anzufinden sind, als lebendiger Weise auf der Strasse etc, ist sicherlich weit verbreitet. Dies war auch eine meiner ersten Fragen, ob es stimme, das man in China Hunde und Katzen ist. Zum Glück wurde diese Frage glaubhaft verneint. Es sei illegeal Hunde,Katzen und Affen zu töten und zu essen. Nicht desto trotz wurde mir aber auch verraten das man in speziellen Undergounde Restaurants dazu die Gelegenheit hätte. Nun gut.... diese Tatsache hat mich zumindest etwas beruhigt als ich die ersten Nächte einige wilde Hunde und Katzen durch die Strassen spazieren sah, auf der Suche nach was essbaren. Zum Glück sind die Chinesen Dreckschweine. Abends nach Geschäftsschluß werden die Müleimer nicht etwa in Müllcontainer entleert, die ich hier nicht einmal gesehen habe, sondern einfach an der Strassenrand gekippt. Fleissige Chinesen kommen des Nachts daher und sortieren, sammeln und begutchaten den Müll.... Dies ist glücklicherweise auch eine Möglichkeit um die recht dürren Katzen und Hunde hier in freier Wildbahn zu ernähren. Aber nicht nur unsere Besten Freunde haben Ihren Spass daran. Es ist mir des öfteren passiert, das man bei einem leckeren Essen in den besten Restaurants plötzlich eine Ratte durch den Laden huschen sieht. Auch gibt es neugierige Kakerlaken (zum Glück nur die kleinen), die einem von der Wand beim Essen zu gucken. Dies ist zwar nicht die Regel, kann aber durchaus eben mal passieren. Wenn da so eine Ratte durch den Verkaufsraum oder das Restaurant flitzt, hat das aber meist auch etwas süßes. So geschah es in Shanghai City als ich durch ein Elektronik-Computer Kaufhaus maschierte, das plötzlich eine Ratte hinter der Theke ihren schnellen Weg suchte. Die kleine süße asiatische Verkäuferin hat dabei einen kreischenden Sprung um das doppelte ihrer Körpergrösse auf die Ladentheke hingelegt. :-) ....sweet....

Jedenfalls erinnern mich die zahlreichen Katzen hier jedesmal an meinen wohlernäherten "Diggen" Kater. Die wilden Katzen hier sind natürlich sehr scheu. Als ich aber das erste mal in einen Shop in der Nähe unseres Kunden spazierte um mir meine Sprite zu organisieren, da bemerkte ich eine sehr niedliche zierlich Katze vor dem Laden. Ich hätte heulen können. Die kleene ist an einer 1m langen dreckigen Leine angebunden. Ihr zu Hause ist ein 20cmx20cmx10cm vor sich hinfaulender Pappkarton (siehe Bild rechts unten; kleiner gelber Pappkarton). Sicherlich ist das für Chinesische Verhältnisse vieleicht schon ein halbes Einfamilienhaus. Dennoch ist diese Katze 24h am Tag dort angebunden mit 1m Aktionsradius um einen Müllberg (siehe Bild links)...... *schnief*..... Da ich nun jeden Tag dort meine Sprite kaufe komm ich um die kleine nicht herum und muss mir auch jedesmal ein wenig Zeit für sie nehmen. Ein kleinen -für Hundefreunde- niedlicher Hund ist ebenfalls an einer 1m Leine angebunden (siehe Bild rechts). Da ich mit Hunden aber nichts anfangen kann, ist dieser ziemlich eifersüchtig auf dei zuneigung die ich der kleinen jedesmal schenke und versucht sich dazwischen zu drängeln und die kleine zu beissen. Damit gewinnt er aber keine Pluspunkte bei mir. Die kleine Katze ist solieb das sie bei diesen Attacken nichtmal zuckt sondern sich nur mit einem Pfötchen verteidigt. Kein Pfauchen, kein Mauzen.......
Die tut mir so leid, das ich schon am überlegen bin, wie ich die nach Deutschland bekomme. Was ich dazu beachten muss.......
Ich weis nichtmal den richtigen Namen von ihr und kann auch die Besitzer nicht fragen/verstehen. Aber es sieht nach einer Lily aus ... :-) Für mich ist es Lily.....meine Muschi

Mein Versuch hier etwas Katzenfutter aufzutreiben schlug fehl. In ganz China scheint es kein spezielles Katzenfutter zu geben. Ich glaub ich werd der bei meiner Rückkehr etwas aus Deutschland mitbringen, damit sie nicht auf diesem Stück alten,dreckigen Brot rumkauen brauch, was sie gelegentlich bekommt. Als mir beim streicheln ein Stück Zigarettenasche auf den Boden neben ihr "Essen" fiel, war sie kurz davor das zu auf zu futtern...*HEEEUUUL*


Es ist wirkich traurig anzusehen wie stupide ihr süßes Leben dahingeht. Wenn man sich die zahlreichen Wildakatzen zum Vergleich nimmt, geht es denen wenigstens besser. Auf dem Bild unten, sieht man die einheimische Cat-Gang. Das war auch süß wie die zu dritt über das Fabrik Gelände unseres Kunden schlichen - auf der Suche nach Futter. Wenigstens sind die Katzen frei!



Wenn jemand Erfahrung hat, wie man solch ein Tier aus China nach Deutschland importiert, was dabei zu beachten ist und wie der Vorgang am Flughafen abläuft, dann bitte ich denjenigen mir wirklich bescheid zu geben. Leider ist es sehr schwer hier bei den Chinesen sich darüber zu erkundigen......

Dienstag, 12. Dezember 2006

areodynamische Chinesen und dunkle Gassen

Hier wird man echt selbstbewusst! Es gibt eine Menge echt dunkler Gassen hier. Normalerweise bin ich als Berliner da etwas übervorsichtig und brauche dazu gewisse Vorsichtsmaßnahmen, nachdem ich mittlerweile in meinem Leben 3mal in einen Lauf geschaut habe und 5mal ein Messer an meiner Seite spürte mit der unfreundlichen Aufforderung eines türkischen Dialektes mein Geld rauszugeben. Davon haben es in Berlin (und einmal Amsterdam) immerhin 60% auch mit Erfolg geschafft, den Rest hab ich -genau wie Euch meine werten Leser- zugelabbert und....egal....
So spazierte ich heute also durch die Gassen -wiedereinmal. Ich habe dabei auch nichtmal ein mulmiges Gefühl hier. Obwohl Jinshan (und der Rest von China) schlimmer aussieht als ein New Yorker Ghetto. Jedenfalls kam da so eine Witzfigur von chinesischen Bonsai daher und labberte mich zu als ob ihn verstehen würde. Mein erster Gedanke, war das er einer dieser Bettler ist, die hier recht aufdringlich mit einer Mütze hinter einem her rennen, am Arm packen und um Geld betteln. Dieser hat aber 'ne Dose Suizid getrunken gehabt. Er platzierte sich vor mir, stoppte mich und hatte einen leicht aggressiven Ton drauf. Als er dann handgreiflich wurde und mir in die Tasche packen wollte, hab ich seine aerodynamischen Flugeigenschaften getestet. Ich mein ihr habt Bilder in diesem Blog von mir gesehen: Ich seh nicht aus wie Arnold Schwarzenegger, bin nicht so schlau wie Albert Einstein......aber lecken kann ich wie Lessie. Trotzdem hab ich friedlicher Ex-Zivildienstleistender 'nen bissl die Schnauze voll gehabt von dieser Art Chinesen und dann mal ausgeholt. Ich muss sagen, dafür das die keine Flügel haben, sind deren Flugeigenschaften nicht schlecht. Hätte die Hauswand nicht 2,50m neben mir gestanden, hätte ich garantiert den ersten Rekord im Chinesen-Weitprügeln aufgestellt. Ich glaub ich exportier mir 5 von diesen Bonsais und nehm die mit. 5 Chinesen haben nichtmal die Standfestigkeit von einer Deutschen Socke. Auf die könnt ich ewig einprügeln bei übermässigen Stress....und das Beste man versteht sie nicht beim Jammern. Und Sie sind auch nicht so feige wie unsere Kanacken...ääähhh türkischen Neudeutschen.Wenn die einen anmachen und merken sie haben sich vertan wird die ganze Familie inklusive Opa aus dem Altersheim mobilisert.....glaubt mir....ich sprech auch hier aus Erfahrung! -Ich bin Berliner, wir haben mehr Türken bei uns, als in China Kakerlaken in allen Restaurants zusammen sind.

alleine Essen gehen in Jinshan

Heute war wiedermal "nicht malen nach Zahlen, sondern bestellen nach Bildern" angesagt in meinem Jinshan Stammrestaurant. Ach ja, TIPP: Woran erkennt man in China gute Restaurants? -Genau, sie sind nicht leer. Klingt doof, sollte man aber drauf achten. So handhaben es die Einheimischen auch.
Heute war ich allerdings das erste mal alleine dort -ohne chinesische Begleiter/in, die das essen aussuchte und wusste was es sein würde. Somit hatte die Essensauswahl ein wenig etwas von Herzblatt gehabt. Denn in diesem Restaurant gibt es einen 4m langen Tisch (Bild links) auf dem Bilderchen stehen mit chinesischer Beschreibung,Preis UND BILD. Der erste Schritt um europäische Dummbatze wie mich wieder selbstbewusst fühlen zu lassen. Also gab es heute für mich Garnelen am Spiess (siehe Bild unten) und Fisch auf/unter Bambus (siehe Bild ganz oben -rechts unten hab ich den Schwanz des Fisches schonmal ein wenig freigelegt). Und da ich letztens schon mutiger Weise in Queenies beisein, die Augen des Fisches probiert habe und das einfach genial lecker war, waren heute beide Augen des Fisches für mich allein. Soll gut für die Sehschärfe sein. Jetzt kann ich die Frauen schon auf 300m Entfernung begaffen. Noch 5 weitere Fische und ich erkenn im Nebel auf 500m den Designer der Unterwäsche. Soviel hässliche Dior Brillen wie die Chinesen hier tragen, sollten die das auch öfters mal probieren. Ist ne glibschige, aber knackige Angelegenheit. Lohnt sich wirklich. Zu den Garnelen (Bild links) brauch ich ja nichts sagen, sie sollten auch die kulinarsich verstumpften Deutschen schonmal gegessen haben. Ist halt nicht jedermans Sache sein Essen vorher noch auszupacken. Das ist hier aber mit vielen Leckerein so, das man vorher erstmal ne Runde Auspacken spielen muss (z.B. Crab -> Krebs). Super finde ich hier deren Verständnis für "frisch". Frisch heist hier soviel wie lebend. Man kann sich also ziemlich sicher sein, das beim Betreten des Restaurants, das zukünftige Essen noch lebt. Auch in diesem Restaurant sind mehrere Aquarien wo man seine Fische,Garnelen oder Krebse vorher noch ärgern kann, bevor man sie verspeist. Man sollte sich aber nicht zu sehr vorher mit den
Viechern anfreunden....
Während ich auf mein Essen wartete, konnte ich die Box (Bild links) auf der Strasse mit den Hühnern sehen. Der Koch vom Restaurant gegenüber kam raus, griff ein Huhn...und naja....wollen wir so sagen: dieses Huhn wird morgen wohl kein Ei mehr legen.
Danach hab ich mir aufgrund meines unersättlichen Appetits noch irgenetwas mit Schwein (glaub ich zumindest) bestellt. Das war nicht ganz so mein Ding, aber ok.
Übrigens gillt hier folgendes fürs Essen als Faustregel: Solange es auf 4 Beinen kriecht und mit dem Rücken zum Himmel zeigt, ist es essbar. So wurde es mir von einem einheimischen erklärt. Ich, als Katzenliebhaber, hab dabei natürlich gleich nachhaken müssen. NEIN, Katzen, Hund und Affen werden hier NORMALERWEISE nicht gegessen - das ist auch hier illegal! Soll aber in Underground Restaurants möglich sein..... puuuh, denn hier laufen eine Menge wilder Katzen nachts durch die Gegend, um die ich mir echt Sorgen mache .... anderes Thema!

Interessant finde ich auch, das die hier einfach kein Trinkgeld annehmen wollen. Ich habe es weis Gott wie oft probiert. Da sind die zu stolz zu....oder was auch immer - versteh doch einer den Kommunismus - ich versteh unsere Ossis ja heute noch nichtmal. ;-)

Montag, 11. Dezember 2006

Taxi Ghostdriver Style

Nachdem wir nun noch einen Absackerdrink in unserem Stammclub "Boiling Club" hatten, musste ich mich dann wieder auf meinen Rückweg nach Jinshan machen. Es lagen ja wieder 1-2h aufregende Taxifahrt vor mir -je nachdem wie "pfiffig" der Taxifahrer ist. Aus Shanghai City heraus hat bis jetzt noch jeder den Weg gefunden, aber dann wurde es JEDESMAL spannend. Selbst die wenigen Taxifahrer die in der glücklichen Lage sind ein GPS zu haben, sind zu schwachmatisch veranlagt um dort auch die Zieladresse einzugeben. Meiner hatte nat. kein GPS....und wie alle anderen auch, keine Karte. Wozu auch? Nachdem ich dann mal wieder wie ein Baby eingeratzt bin und erstmal wieder dem Taxifahrer vertraute, wachte ich dann wieder auf als wir auf dem Highway in Richtung Jinshan waren. Mein Schlaf wurde gestört von hektischen Telefonaten des Taxifahrers, der nun (wie andere Taxifahrer zuvor auch) einfach mal nen Päuschen zwischen Auffahrt und Highway einlegte (Auf diesen gestreiften Flächen, wo man ja weder fahren noch halten soll -nach deutschem Recht zumindest). Er schien irritiert zu sein...sehr irritiert. Er fuhr weiter, brabbelte etwas vor sich hin, als ob ich ihn verstehen würde. Seh ich etwa aus als ob ich diese altertümliche Hyroglyphensprache verstehen würde? Aber seinen Blicken nach zu Urteilen, waren wir auf dem falschen weg. Tja, was macht man da? Die nächste Ausfahrt ist ja noch eine Weile hin. -Richtig, man fährt möglichst weit nach rechts auf die "Emergency Lane" um ausreichend Platz zum wenden zu haben. Gedacht, getan. Da fuhren wir nun auf der rechten Spur, oder eben die Linke...je nachdem. Lustiger wurde es erst als er dann zur Mautstation fuhr. Neee, natürlich nicht von der richtigen Seite. Dazu hätte er ja 150m weiter fahren müssen und eine scharfe rückwärtige Kurve fahren müssen. Nu stand er auf der falschen Seite der Mautstation, stieg aus und fragte den Mautkassierer irgendetwas. Ich nutzte die Chance um mir die Büsche genauer anzusehen und dachte mir, wenn ich die Tür weit offen stehen lasse, müsste auch dieser Schwachmat merken, das irgenetwas im Auto fehlt. Naiv von mir mit dieser europäischen Logik an die Sache ranzugehen. Ich bemerkte nur wie mein cleverer Taxifahrer zum Auto flitzte und auch schon losfahren wollte. Einpackender weise, rannte ich ebenfalls zum Auto und sprang noch rechtzeitig hinein. Wie erklärt man diesem fragenden Gesicht nun, was man da gerade getan hat...auf chinesisch? Er musste wenden -auf einer schmalen einspurigen Strasse...klasse Aktion. Jedenfalls kam ich dann nach 2h und 350RMB + 30RMB Mautkosten wieder im Hotel an (Normal sind 200-250RMB Taxi + 30RMB Maut). Ich habe es auch irgendwie geschafft ihn in meinem Zustand -trotz erheblicher gegenseitiger Kommunikationsschwierigkeiten- auf 330 RMB runter zu handeln. Naja...wenigstens etwas.

Wenn bei denen der ganze "Verkehr" so chaotisch abläuft, dann ist es echt kein Wunder das chinesische Frauen auf europäische KERLE stehen. Hoffentlich entdecken die Chinesen erst 1000 Jahre nach dem Rest der Welt, die 3-dimensionalen Verkehrswege -wie in das 5. Element mit Bruce Will-Es.

Sonntag, 10. Dezember 2006

Boiling Club - Nightlife die II. und IIII.

Nachdem wir nun den Oriental Pearl TV Tower ausgiebig besichtigt haben und uns dann zum Abend mit unserer asiatischen Kollegin Queenie getroffen haben um wiederienmal ein ausgiebiges Festmahl zu uns zu nehmen, führte uns unser Weg schnurgerade zum dritten mal in unseren Boiling Club. Selten hat mich (und Robby) ein Club in so kurzer Zeit so oft gesehen. Schon bei unserem ersten Club Besuch in Shanghai berichtete ich das Robby und meinereiner ja eigentlich Tanzmuffel sind. Aber mittlerweile sind wir zu Hobby Travoltas aufgestiegen und die Musik und Antmosphäre in den Club lässt uns nicht ruhig sitzen. Beim ersten mal wo wir auf der Flucht aus dem vorherigen auch recht interessanten Club waren (ich berichtete in dem Thread "Shanghai Clubszene bereits) waren wir trotz des recht leeren Clubs von der Musik und dem DJ sehr angetan.

Beim 2. Besuch im Boiling Club waren wir schlichtweg fasziniert von dem gefüllten Club und deren Gästen. Kaum stand unsere erste Bestellung auf dem Tisch, da wurden meine Augen geblendet. Nicht von dem vielen Scheinwerfern oder der faszinierenden Leuchtwand, sondern, wie sollte es anders sein, von einer süßen kleinen Asiatin. Ich mein, es gibt eine Menge hübscher Frauen in Shanghai. Die Konzentration dieser Augenweiden nimmt in einem Szene Club allerdings exponential zu. Aber eine stach heraus wie ein Albino Afrikaner. Nach einem ersten gegenseitigen neugierigen und schüchternen Blickkontakt passierte zunächst nichts weiter. So wie man es auch von deutschen Frauen gewohnt ist. Meinereiner wollte sich auch nicht wirklich zu der Lady mit den zwei männlichen Begleitern gesellen.....jedenfalls nicht vor dem 3. oder 4. Long Island Icetea. Aber auch hier helfen Zigaretten die anfängliche Nervosität zu überspielen. Einer ihrer Begleiter bemerkte meine "teuren" 1,60€ Marlboros (normale chinesische Zigaretten liegen unter 1€). Auch er schien neugierig auf uns zu sein und began einen ersten Kontaktversuch durch Zigarettentausch ohne grössere weitere Kommunikation (die bei der Lautstärke eh nicht effektiv gewesen wäre). Zwei Long Island Iceteas später war ich mir immer noch nicht über meine Vorgehensweise im klaren. Aber Gott sei dank, sind die Frauen hier emanzipierter als unsere Hausmütterchen in Europa. Sie stolzierte auf mich zu......Himmel was will sie nur? Will Sie mir sagen ich solle woanders hingucken, sonst kommen die Bodyguards? ...help....steht denn nicht deutlich auf meiner Stirn und in meinen Augen, das ich feige bin (Frauen gegenüber)? Aber mein Ausländischer Look machte sie so neugierig, das sie wissen musste woher ich denn komme. Gott sei dank wissen Ausländer NOCH nicht wie dämlich Deutschland ist und man hat mit einem "GERMANY" noch einen guten Ruf. Da saß sie nun neben mir und ich bekam heraus das Sie aus Hong Kong ist!....Himmel noch mal.....soll ich Dich nun gleich heiraten oder reden wir noch kurz übers Wetter? I LOVE HONG KONG! Mit meiner einwöchigen Reise 3 Wochen zuvor in dies Stadt konnte ich nun etwas mitreden und "She was impressed"....YES..... Nach kurzen Smalltalk und kurzem EMailaustausch (da wusste ich noch nicht wie freigibig hier Fauen mit Ihrer Handy Nummer sein können) verschwand sie dann auch wieder zu Ihren Gesellschaftern. Fuck...wie gehts nun weiter? ...Keine Ahnung.....aber ich werd mal meinen Kumpel Jim Beam um Rat fragen. Der gab mir dann den nötigen hieb um mich dem rhytmisch zuckenden Mädel unaufällig zu nähern, dabei ihre besoffenen Kollegen nicht aus dem Koma zu reissen und sie auf die Tanzfläche zu schleifen. JAAAWOHL....ich der eine Tanzfläche im Club bis jetzt als weissen Fleck auf der Clublandkarte betrachtet hat, war nun im Schlepptau mit einer Hong Kong Queen dahin unterwegs. Gut das zitternde Knie schon den ersten Anfang zum Rythmischen Bewegen sind.
Wow...ich werde diese wundervollen Augen in dem kurz flackernden Flashlight wohl nie wieder von meiner Netzhaut bekommen. Ich glaub ich werd' da wohl nochmal nach Hong Kong fliegen müssen......

Ein mit Feuer jonglierende Barkeeper hat eine sehr gute Show an der Bar hingelegt und die Stimmung zum "KOCHEN" (=BOILING) gebracht. Mit brennenden Flaschen jonglieren, Flammenspucken und dabei gezielt ausgegossenen Alkohol auf der Theke in Flammen aufgehen zu lassen um einen einzelenen Drink anzuzünden, sieht nicht nur klasse aus, sondern bringt echte Clubatmosphäre. Ich glaube in Deutschland wäre dies aufgrund 1000-seitiger Barkeeper-Drink-Ausgabe-DIN-Normen nicht realisierbar. Abzusehen von den bibelartigen Brandschutzauflagen Vorschriften. Das halb nackte GoGos sich in 1001 Nacht Kostümen dabei auf der Bar und auf der GoGo Bühne räkelten, war dabei fast schon nebensächlich. Ebenso haben wir eine 15m lange und 3m hohe Leuchtwand, bestehend aus mehreren Leuchtquadern noch nie gesehen. Diese Wand hat phänomenale Leuchtmuster und ist auch in der Lage, Laufschriften in überdimensionaler Form darzustellen....genial....und warum kommen unsere Clubszene Könige nicht auf soclh einfache Ideen? Liegt das am zugekoksten Hirn unserer Nachtclubbesitzer?

Mich würde mal interessieren welche Forscher an der TV-Dokumentation beteiligt waren, die uns doofen Europäern verklickern wollten, das den Asiaten ein Gen Fehlt um den Alkohol abzubauen und sie dadurch leichter alkoholisert werden. Die Frauen hier picheln mehr als ein geübter Alkoholiker zu Spitzenzeiten in Deutschland. Was die wegkippen, wäre ein Traum für jeden Deutschen Clubbesitzer. Und das Beste, die werden dabei nicht aggressiv und pöbelnd, sondern einfach nur noch lustiger und Partymachender bis sie dann einfach am Tisch einschlafen. Glaubt mir, ich habe selten so viele Menschen so gut gelaunt gesehen und alle mit dem Ziel Party zu machen. Wenn ich mich da an meine 90grad Mitarbeiter und Gast Zeit erinner, dann kommt mir dieser Berliner "VIP" Club im Vergleich vor, wie eine Damenrunde im Altersheim beim Skatspielen die dabei nen Fläschen Schnaps zu fünft "verballern". Egal wo man hin guckt in diesem Club, so sieht man mit fortgeschrittener Stunde immer mehr sehr angeheiterte Chinesen die immer unrythmischer, aber umso freier Tanzen und kleine Asiatinnen die mit Ihrer Freundin eine Tanzshow direkt am Tisch hinlegen, da würde nen Deutsches GoGo Girl beleidigt die Sachen packen und lieber auf dem Strich ihre Karriere weiter versuchen. HAAAAMER...soviel fun hatte ich noch nie in einem Club!
Wenn die Chinesen auch zu blöd sind um gerade aus zu laufen (drum' die flachen Gesichter), Party machen können sie wie kein anderes Volk! HUT AB! Dennoch läuft das auf einem Niveau ab, der jenseits von besoffen-agressiver Stimmung oder Ich-brech-ins-Glas-und-bestell-noch-einen abläuft.

Das man hier auch einfach nur netten Blickkontakt zu Mädels aufbauen kann, Ihnen ein Lächeln schenkt und ein freundliches "Hello" erwiedert bekommt, fasziniert mich min. genauso. Auf welchem Gen liegt diese vorurteilsfreie Freundlichkeit nur? Ich würde dieses gerne extrahieren und unseren Frauen zusammen mit der Pille verabreichen. Ich mein die Chinesen haben sicherlich noch eine Menge zu lernen um im internationalen Kontext wirksam mitzureden. Was aber die Freundlichkeit,Höflichkeit und Vorurteilsfreie Offenheit angeht, so sind die uns Europäern min. ein Jahrtausend vorraus. Äusserlichkeiten sind hier zweitrangig und sind als nutzlose Oberflächlichkeiten bereits erkannt. Dafür gibt es ein *REEEEESPEKT* von mir!


Der 3. Besuch fand nun nach unserer Oriental Pearl Tower Besichtigung mit anschliessendem Blind-Date mit Queenie statt. Dieses Blind Date war auch neu: Wir wussten mit wem wir uns treffen -nämlich mit Queenie, aber nicht WO wir uns treffen. Klingt komisch,ist aber so! Wir setzten uns ins Taxi, gaben das Handy dem Taxifahrer mit Queenie am anderen Ende, die dem Kerle dann erklärte wo er uns abzuliefern hat.Da wir uns mit dem Taxi eigenständig nur zu Orten bewegen können wo wir eine Visitenkarte oder Take-me-back-Karte haben, ist so ein treffen mal eben mitten in der Stadt an einem neuen Ort nicht so ganz leicht für uns nicht-hyroglyphend-sprechende-Europäer.
Nach unserem Essen, nahmen wir Queenie bei der Hand und zeigten Ihr unseren Lieblingsaufenthaltsort den Boiling Club. Da der Kunde an der Seite ist, mussten wir uns nun etwas mehr beherrschen. Aber selbst Queenie schien diesen Club interessant zu finden, obwohl es uns klar war, das es nicht die Art Musik sein würde, die auf Ihrem IPod zu finden wäre.

kulinarische Herausforderung - Part IV (Essen in Pudong)


Nach unserer Oriental Pearl Tower Besichtigung hatten wir anschliessendem ein Blind-Date mit Queenie. Diese Art von Blind Date war auch neu: Wir wussten mit wem wir uns treffen -nämlich mit Queenie, aber nicht WO wir uns treffen. Klingt komisch,ist aber so! Wir setzten uns ins Taxi, gaben das Handy dem Taxifahrer mit Queenie am anderen Ende, die dem Kerle dann erklärte wo er uns abzuliefern hat.Da wir uns mit dem Taxi eigenständig nur zu Orten bewegen können wo wir eine Visitenkarte oder Take-me-back-Karte haben, ist so ein Treffen mal eben mitten in der Stadt an einem neuen Ort nicht so ganz leicht für uns nicht-hyroglyphend-sprechende-Europäer. Queene hat ein Restaurant per Internet ausgewählt und wieder vollins Schwarze getroffen. Queene orderte in chinesischen Sing-Sang-Talk wieder ein deliciöses Menü. Gurken, kalte Ente (Bild unten rechts) und Entenzunge waren die kalten Vorspeisen. Entenzunge mit einem guten Dynasty Wein ist ein wahrer Gaumenschmaus. Die Entenzunge (oben auf dem 1. Bild zu sehen) ist nicht labberig auch nicht Stein hart. Knusprig wäre auch falsch....man muss es einfach mal probieren. Natürlich wussten wir erstmal nicht was wir da probieren. Queenie wollte es uns auch erst verraten nachdem wir probiert haben, da sie falsche Sorge hatte das wir es sonst nicht probieren würden. Nachdem sie das Geheimnis gelüftet hatte, war sie umso erstaunter das wir gleich noch mehr davon nahmen....
Als Hauptgang gab es dann diesen leckeren Fisch in oße (siehe Bild oben links). An diesem Fisch war dann mein erstes mal, das ich mich getraut habe die Augen zu probieren.....sietdem bestell ich Fisch nur noch mit diesem Ziel die Augen zu vernaschen. ->glibschig aber knusprig und soll zudem gut sein für die Sehschärfe. Also noch 2-3 Fische und ich werde Scharfschütze beim Bund.
Ausserdem gab es noch diese Scheinewürfel in super genialer Soße (Bild links). Das ist mittlerweile bei jedem Essen von Robby und mir dabei.
Als Nachtisch orderte Queenie "rice balls with sesame filling" ... sehr leckere Kombination. Ich könnte jetzt schon Heimweh nach China bekommen, wenn ich dran denke, das ich in ein paar Wochen wieder in Berlin an der Currwurst Bude oder im deutschen Restaurant stehe und diesen Dreck bestellen muss.