Freitag, 22. Dezember 2006

Werbung für Robby's Blog

Nachdem ich es nun halbwegs geschafft habe meinen Blog rückwirkend zu aktualisieren, hatte ich endlich mal ein wenig Zeit für den Blog meines Kollegen Robby.
Ich bin begeistert von diesem Blog und möchte an dieser Stelle Euch den Link nicht vorenthalten:

http://my-asia.blogspot.com

Ebenfalls grossartig geschrieben und eine perfekte Ergänzung zu meinem. Der Vorteil von Robby ist, das er die Gabe hat -im Gegensatz zu mir- sich kurz und äußerst präzise auszudrücken!

Stiftung Chrisblog meint dazu: sehr EMPHELENSWERT !!!

Dienstag, 19. Dezember 2006

Chinesische Exportkünstler ( How To send a package 2 Germany?)

Da ich nun wie eine Shopping Queen hier unterwegs war, dachte ich mir simpler Weise einfach mal ein kleines Paket mit unnützer Dreckwäsche schonmal vorab nach Deutschland zu schicken um mehr Platz in meinem Köfferchen zu haben für die wichtigen neuen Dinge. Ich war clever genug um keine wichtigen Sachen in dieses Paket zu tun. Somit schickte ich ein Paket mit Dreckwäsche, Kabeln und einer Flasche Wein nach Deutschland. Da ich nun hier nicht einfach mal in ein Post Office maschieren kann mit einem chinesischen Lächeln und sagen kann, "Please send to THIS Adres in Germany" benötigte ich Hilfe von einem eingeborenen Mitarbeiter. Dieser benötigte wiederum die Hilfe von zwei Front Desk Damen. Nachdem der Paketschein für mein 5,3kg Paket von mir ausgefüllt wurde, 120€ auf den Tisch gelegt wurden von mir und das Paket dann auf die Reise ging, dachte ich mit deutscher Naivität: Alles wird gut! Pustekuchen:
Tag 1:
Kollege Mini-Baquette kam des morgens daher in gebrochenem Englisch und verklickerte mir mein Paket hätte ein Problem. Der Wein könne nicht mit versendet werden. OK, dann eben nicht.

Tag 2:
Mein Wein kam wieder zurück. Der Rest des Pakets sei auf der Reise

Tag 5:
Kollege Stäbchenesser kam unerwartet mit den Worten daher "Your package have a problem - the Adress doesn't exist". Ich war mir allerdings serh sicher das diese Adresse existiert, da ich dort knappe 12 Jahre meines Lebens verbracht habe. Ich fragte, ob ein fleissiger Chinese nach Deutschland geflitzt sei um zu überprüfen ob die Adresse existiert. Denn ich war mi sicher das der Deutsche Paketdienst DHL eigentlich in der Lage sein müsste die Adresse anhand Strasse, Stadt und Postleitzahlen ggf. zu identifiezieren und zu rekonstruieren. Ich mailte dem Kollegen die Adresse nocheinmal um mögliche Probleme der Handschrifterkennung zu eleminieren. Der Kollege kam daraufhin und mutmasste zu wissen wo das Problem sei: Man habe bei der Postleitzahl 1xxx7 die erste 1 als 7 erkannt. Gut das man nicht weit genug gedacht hatte um ggf. die letzte Zahl mit der ersten zu vergleichen um einen kleinen aber feinen Unterschied zu bemerken. Mein Fehler: Wie konnte ich nur das Paket an eine soooo schwierige Adresse schicken?

Tag 11: "You Package have a problem" waren die Begrüssungsworte meines asiatischen Bonsaifreundes. Ich konnte diesmal nicht inne halten und meinte: "No, I'm sure your postmans have a problem". Bei der angegebenen Adresse wäre keiner zu Hause, deswegen könne das Paket nicht zugestellt werden. Ob ich der erste Mensch war, der ein Paket von China nach Deutschland geschickt hat? Jedenfalls versuchte ich ihm zu erklären, das es nicht ungewöhnlich sei, das ggf. mal jemand in dieser Adresse nicht zu Hause ist und ggf. arbeiten ist. Sicherlich ist das für Chinesen nicht so leicht zu verstehen das es Leute gibt die arbeiten. Auch für die DHL mag dies ein neues Phänomen sein. Aber guckt denn auf dieser Welt keiner mehr Fernsehen um zu sehen das sowas wie arbeitende Bevölkerung zu sehen ist. Sicherlich sollte man dann andere Serien als "Gute Zeiten - schlechte Zeiten" verfolgen um solche Realitätsnahen Tagesereignisse zu bemerken.
Wie dem auch sei. ICh war verwundert das eine gewisse Vorarbeit bereits erledigt wurde und mein Kollege Sonnenuntergang mit einer Paketnummer aufwartete und einer Telefonnumer die ich anrufen solle....JUCHHUUU eine DEUTSCHE Nummer sogar. Der DHL Schläfer, den ich in Der Leitung hatte, war verwundert das ich als Otto-Normal-Paketversender diese Top-Secret Number für interne DHL-Heinzelmänchen kannte. "Yes, Information ist alles" war meine Antwort. Der überforderte Mensch wusste nichtmal was ich von ihm wollte, aber er sagte mir, das entweder der Sender beim chinesischen DHL in China anrufen müsste oder der Empfänger bei DHL Deutschland. Das der chinesische Versender (meinereiner) aber nicht in der Lage wäre die Deutsche SERVICE Nummer aus dem Ausland zu kontaktieren. Ob E-Plus und DHL da irgendwie einen gemeinsamen Dis-Service-Solution-Contract haben und die selben Fehlprozesse miteinander austauschen? Nun gut, ich war mir sicher, das ich nicht den unnötigen Versuch wagen werde die Chinesischen DHL Jhonnies aus dem Tiefschlaf zu reissen um eh nix zu verstehen. Also ruft man günstiger und unkomplizierter Weise den Empfänger an, erklärt ihm die Sachlage, gibt die neue Telefonnumer samt Paketnummer bekannt und hofft auf Klärung. GAAAAAANZ einfach und problemlos eben.... Nun wird das Paket nochmals zugestellt oder wartet dann auf einen Abholer.... Warum kann man da nicht gleich eine Benarichtigungskarte beim Empfänger hinterlegen, so wie es sonst bei jedem Päckchen passiert welches ich internationaler Weise bei E-Bay ersteigere?

Die Route des Pakets, gleicht dem Drunken-Man-Prinzip: Das Paket wurde zunächst von einem meiner Mitarbeiter von Jinshan nach Shanghai gefahren, dort einem buckeligen Stäbchenschubser auf den Rücken gebunden, der dann im chinesischen Dauermarsch nach Hong Kong flitze um es dort in die grosse weite nicht-kommunistische Welt zu schicken. Der Rest der Route wäre unten zu verfolgen

Times given are local to the service area in which the shipment checkpoint is recorded.



Air Waybill Number


Origin Service Area


Destination Service Area


Status




xxxxxxxx


Hong Kong - Hong Kong


Berlin - Germany


Shipment on hold


xxxxxxxxx - Detailed Report

Date


Time


Location Service Area


Checkpoint Details


December 09, 2006


12:23


Hong Kong - Hong Kong


Shipment picked up

December 09, 2006


16:52


Hong Kong - Hong Kong


Departed from DHL facility

in Hong Kong - Hong Kong

December 09, 2006


17:45


Hong Kong - Hub - Hong Kong


Arrived at DHL facility

in Hong Kong - Hub - Hong Kong

December 10, 2006


11:59


Hong Kong - Hub - Hong Kong


Departed from DHL facility

in Hong Kong - Hub - Hong Kong

December 11, 2006


06:42


Frankfurt - Germany


Processed for clearance at

Frankfurt - Germany

December 11, 2006


06:44


Frankfurt - Germany


Clearance processing

complete at Frankfurt - Germany

December 11, 2006


16:42


Frankfurt - Germany


Departed from DHL facility

in Frankfurt - Germany

December 11, 2006


22:16


Leipzig - Germany


Arrived at DHL facility

in Leipzig - Germany

December 12, 2006


00:46


Leipzig - Germany


Processed for clearance

at Leipzig - Germany

December 12, 2006


00:48


Leipzig - Germany


Clearance processing

complete at Leipzig - Germany

December 12, 2006


05:57


Leipzig - Germany


Departed from DHL facility

in Leipzig - Germany

December 12, 2006


12:00


Berlin - Germany


Arrived at DHL Facility

December 12, 2006


16:20


Berlin - Germany


Scheduled for delivery

December 13, 2006


06:48


Berlin - Germany


Arrived at DHL Facility

December 13, 2006


07:26


Berlin - Germany


With delivery courier

December 13, 2006


09:09


Berlin - Germany


Address Information needed;

contact DHL

December 13, 2006


21:28


Berlin - Germany


Address Information needed;

contact DHL

December 14, 2006


03:22


Berlin - Germany


Shipment on hold

December 14, 2006


21:50


Berlin - Germany


Departed from DHL facility

in Berlin - Germany

December 15, 2006


05:45


Berlin - Germany


Arrived at DHL Facility

December 15, 2006


07:41


Berlin - Germany


With delivery courier

December 15, 2006


21:36


Berlin - Germany


Delivery attempted;

recipient not home

December 16, 2006


06:33


Berlin - Germany


Shipment on hold

December 18, 2006


05:12


Berlin - Germany


Shipment on hold

December 19, 2006


02:28


Berlin - Germany


Shipment on hold


ARRRRRGGGGH..... wie schaffen es die asiatischen Bonsai Deppen es nur, ihre Zigaretten nach Deutschland zu schmuggeln? Stecken die einem chinesischen Kurrier eine Schachtel Zigaretten in eine, auch bei Chinesen, dunkle Stelle, setzen den in ein Flugzeug damit er die persönlich beim Wiederverkäufer abgeben kann? Was macht der dann nur, wenn diese Kontaktperson in Deutschland nicht zu Hause ist oder schon von den Männlein in grün gehuscht wurde zwischen Döner- und Pizzapause? Läuft der dann mit beleidigtem,schmolendem Gesicht wieder zurück nach China und fragt was er nun tun soll? ...wie wollen die mit Ihrer Fähigkeit, eigenständig Probleme zu lösen, nur zu Exportgiganten aufsteigen? Langsam wundert es mich nicht mehr, das die technische Unterstützung auf dem Pissoir haben. Die flachen Gesichter bei denen scheinen durch das zusammenziehende Vakuum im Schädelbereich zu entstehen.


Vielleicht wäre es einfacher und schneller gegangen wennich mir eine Schildkröte gefangen hätte, der das lesen bei gebracht hätte ihr eine Karte auf den Panzer graviere, dann das Paket auf den Panzer gebunden hätte und ihr einen flotten klapps auf den Schildkrötenpopo gegeben hätte mit den Worten: "Nun flieg meine kleine, auf nach good old Germany". Ich glaube sie wäre dem DHL Boten auf ihrem Rückweg begegnet.

Montag, 18. Dezember 2006

chinesische Hinweis- und Verkehrsschilder

Das die Chinesen ja selbst auf den Toiletten technische Hilfe haben, wurde bereits in diesem Blog zuvor von mir erleutert. Das meine kleinen Lieblinge ja auf eine manchmal niedlich-nervende Art etwas begriffstutzig sind, mussten mein Kollege Robby und ich nun auch schon feststellen....eigentlich stellen wir das im 2-Stunden Takt jedesmal erneut fest. Klasse wie kreativ man in Schwachfug sein kann.

Man kann davon ausgehen das es informative Schilder in China gibt, wie dieses Nicht-Hupen Schild. Sicherlich macht dieses Zeichen vieler Orts einen Sinn. Ich persönlich fände es klasse wenn man diesem Schild in der Nähe meines Hotels Beachtung schenken würde......wenigstens in der Nacht!Die meisten Chinesen scheinen jedoch mit diesem komplexen Zeichen schon so überfordert zu sein, das sie es einfach lieber ignorieren und mit einem Hup-Signal in der Form kurz-laaaang-ganz-kurz-laaaaaaaaang hupen zum Ausdruck bringen, um damit zu sagen: "Ich habe das Schild gesehen, versteh es aber nicht, weiß jemand weiter?". So Antwortet ein entgegenkommendes Fahrzeug meist dem verwirrten Kollegen dann freundlicherweise in der Form LAAAAAAANG-kurz-kurz-laaaaaaaang hupen um mitzuteilen "Du, ich bin auch nur Chinese und hab mit unserer Schrift und Sprache schon 99% meiner Gehirnkapazität ausgeschöpft, die restlichen 1% brauch ich um mich zu konzentrieren, das ich das Schild nicht umfahre.Sag aber bescheid, wenn Du weist was es heist"


Ein anderes Schild, welches sicherlich auch nur in China anzutreffen ist, ist das "No Fireworks" Schild. Die meisten Chinesen scheinen dieses Schild so zu interpretieren, das es in der Strasse Leute gibt, die noch nie ein Feuerwerk gesehen und gehört haben, dies aber gerne erleben würden. Da die Chinesen ja sehr hilfsbereit sind, wird dies dann auch gerne getan.Die hier kaufbaren Crackerketten machen dann ca 3 Minuten dauerkrach.


Mein persönlicher Favorit ist aber das "Danger!Jumping from the platform forbidden" Schild, welches in jeder U-Bahn Station anzufinden ist. Dies zeigt einem eigentlich wie sehr man den Chinesen beim (über-)leben helfen muss. Die meisten U-Bahn Stationen sind ja glücklicherweise mit einer Glasfront zum Zug getrennt, wo sich die Bahnsteig-Glastüren erst öffnen wenn der Zug sich genau hinter den Glastüren ausgerichtet hat. Ein Wunder nur, das all diese Schilder nicht auch in akustischer Form vorhanden sind. Denn die meisten Chinesen Kiddies rennen dauerspielender Weise mit ihrer PSP durch die Gegend und machen sich auch ekienen Kopf wo sie gegen rennen könnten. Ich mein, es wäre eh egal, da bei heftigen Aufprall gegen massive Gegenstände weder Inhalt des Kopfes verletzt werden , noch das Gesicht flacher werden könnte.....

Sonntag, 17. Dezember 2006

Jinshan Sonnenuntergang + Beach + Park


Es hat nur drei Wochen gedauert um herasuzufinden wie nett dieser Strand in Jinshan sein kann. Der Sonnenuntergang vor der angrenzenden Fabrik hat trotzdem etwas romantisches. Der Strand selber ist mit wunderbaren Sand versehen. Es gibt eine coole Quad-Bahn-Area, die ich noch austesten muss. Volleyball- und Fussballfelder sowie Boote zum ausleihen. Das Wasser allerdings ist gewöhnungsbedürftig. Es ist klar, aber doch teilweise mit Klopapier auf dem feinen Kies unter Wasser versehen. Ob damit die Frage ge"klärt" ist, wo deren Abwasser hin verschwindet? Also bis jetzt habe ich in dieser Millionenmetropole keine Kläranlagen gesehen. Aber vielleicht sind die auch nur so gross wie die Chinesischen Gehirne....NANOTECHNOLOGIE....

Auf dem Bild unten sind im Hintergrund die Jinshan Islands zu erkennen...

In Jinshan gibt es auch einen netten kleinen Park. Ich könnte mir vorstellen das hier morgens diverse Leutchen ihr Tai-Chi vollführen. Aber da dies so gegen 6Uhr morgens stattfindet, wird das wohl ein Rätsel bleiben welches ich nicht zu lösen vermag. Da selbst die Diskotheken gegen 3Uhr schliessen könnt ich das nichtmal auf dem heimweg mitbekommen.....

einfaches Sonntags Dinner


Am Sonntag war ich in netter Begleitung in Jinshan essen. Natürlich wieder in meinem Bilderbuch Restaurant , in dem ich Herr der Bestellung sein kann. Naja, zumindest soweit ich die Sachen mittlerweile auf den Bilderchen identifizieren kann. Ein gewisses Restrisiko ist nach wie vor bei den Bestellungen dabei.
Ichwählte also diverse Köstlichkeiten auf der Bildermeile (Bild links) aus und sollte auch diesmal wieder nicht enttäuscht werden.
Es gab meine obligatorischen Garnelenspieße (Bild unten links), Krabben(ratet mal welches Bild), Scheinestücke mit Mais und grünen Bohnen (Bild ganz unten links) sowie einen Mixed Fleischteller (siehe 1. Bild oben). Das spannendste war sicherlich der Teller mit den diversen Fleischsorten. So waren dort Speck, Schinken,Enten- und Schweinefleischscheiben. Die weisen Streifen kommen den meisten sicherlich bekannt vor. Aber nix da! Das ist Entenzwerchfell. Klingt schlimmer als es ist! Schmeckt nämlich nach kaum etwas.

Das ganze hat wiedereinmal keine 20,-€ gekostet..... phänomenal!!! Bei den Preisen könnte ich Hungerharke nen neues Hobby entwickeln: Querbet Essen!

Das Essen muss trotzdem verdaut werden. Also ab an den malerischen Jinshan Beach zum Spaziergang in den Sonnenuntergang.











Samstag, 16. Dezember 2006

Boiling Club die IV. + Chris als Gogo


PARTY TIME.... nachdem wir unsere Mädels zum Essen geführt haben, konnten wir es nicht zulassen das die Hübschen etwas an der Hüfte davon ansetzen.....so we like to see their moves....
Normalerweise mussten mich meine Freundinnen immer überreden mal 2-3 Stündchen in eine Disko zu gehen, wo ich mich dann jedesmal um die Bar gekümmert habe, das die nicht umkippt. Aber hier ist alles anders: Wir machten den Vorschlag zur Disko. Außerdem ist das schon cool, wenn wir Foreigners den einheimischen Mädels einen der geilsten Clubs zeigen...in Ihrer eigenen Stadt. Nicht das das irgendwie Eindruck gemacht hätte ;-) ....aber cheffig ist das auch noch.

Unser Stammtischchen war auch frei. Die erste Bestellung war auch klar: Sex on the Beach. Nicht das wir damit was ausdrücken wollten. aber ein guter Einstieg isses trotzdem. Auch diesmal war wieder volles Programm in dem Club: Videoleinwände, fetter Bass, geile DJs, sexy GoGos, von der Decke herabfallende Luftabllons und meine Leuchtwand in voller Aktion....

Da dauerte es nicht lange bis die Mädels warm wurden. Robby der alte Travolta schnappte sich als erste ein Mädel und schwang es über die Tanzfläche.....tanzen kann er ja....muss man ihm lassen. Ich brauchte noch nen LongIsland Icetea nach meinem Jimmi und dann war ich dran. Auch diesmal gingen die Bewegungen leichter von der Hand als anfänglich gedacht. Aber schon nach wenigen Minuten hatte unser Tanzstil mehr etwas von Lambada als von blosem Herumgehopse. Ob Sex auf der Tanzfläche genau so strafbar ist wie Sex in der Öffentlichkeit. Wenn ja, dann sind Robby und ich aber die meist gesuchtesten Tanzverbrecher in China.
Nach ein paar weiteren Sex on the Beach's und sonstigen Spirituosen, kam meine 2. Tanzrunde mit meiner Partnerin. Man sollte dazu sagen, das sie eigentlich ein wenig schüchtern ist. Drum war sie wohl etwas sehr perplex als ich Sie beim tanzen schnappte, sie auf meine Hüfte sprang und ich sammt ihr auf die GoGo Bühne kletterte (die zu diesem Zeitpunkt gerade nicht benutzt wurde, da die GoGo's alle Stunde mal ihre Performance darlegen). Es mag mir wohl keiner meiner Kumpels glauben, aber ich stand tatsächlich da. 100 partymachende Chinesen waren nun auf meine/unsere Performance gespannt. Ich hab nur noch Robbys Blick mitbekommen, das ich es mit dieser Aktion gechafft habe seine Augen von einem anderen Fixpunkt zu lösen. Wie er später berichtete hätte er sich an eine dunkle STellen beißen können das er keinen Fotoknips zur Hand hatte. Es schien auch nicht schlecht gewesen zu sein, was wir da oben geboten haben. Jedenfalls entnehm ich das den Jubelschreien der anderen Gäste, die beim tanzen inne hielten um zu sehen was dieser Foreigner da nun bringt. Das daraufhin sich jemand von hinten an mich randrückte und mit mir die Hüfte schwang als ich gleichzeitig meine Tanzpartnerin tanzenderweise animierte, störte eigentlich auch nicht wirklich. Als ich dann jedoch völlig erschöpft wieder runterklettern wollte und mir eine Ladie noch ein Tuch wohin binden wollte, hatte es den Anschein als ob man mir den Weg versperren wollte um uns weiter tanzen zu sehen...AUF DER GOGO-BÜHNE. Wow...WHAT A FEELING. Ich glaub es selber kaum. Aber jedes Wort hier in diesem ganzen Blog ist 100% wahr!!!!! Darauf leg ich einen Eid ab!
Nun brauchte ich frische Luft und weitere Flüssignahrung. Aber der entgeisterte Blick von Robby allein war die Sache wert. Meine Tanzpartnerin brauchte wohl auch ein paar Minuten um zu realisieren was da eben abgelaufen ist. Nun ja, ein paar Gläschen später, war die 3. und letzte Tanzrunde für mich....insgesamt stand ich da wohl 3x50min. ....DAS konnte ich selbst kaum glauben....aber Robby lügt nicht.
Wer mich nun etwas kennt, der weis was es heist das ICH freiwillig tanze. Der kann sich in etwa vorstellen was dort für eine Partystimmung gelaufen sein muß. Ich kann es nur erneut sagen: GEILER Club...GEILE FRAUEN...GEILE MUCKE....noch GEILERE STIMMUNG.

Anbei sei meinem weisungsbefugten Chefchen gesagt: Keine Sorge, den Job als GoGo hab ich abgeschlagen. Du must mich weiter einsetzen und aushalten ;-)

Maglev Train + People's Square


Nachdem ich am Freitag zufälligerweise eine englischsprechende Shanghaierin im Chat kennengelernt habe, die auch noch als Tour Guide arbeitet, nutzten wir die Chance und trafen uns am Samstag mit ihr an der Maglev Station (Magnet Schwebebahn). Ein wenig peinlich ist es schon, das man als Deutscher seine eigene Erfindung im Einsatz das erste mal 10.000km von zu Hause entfernt bewundern kann. Aber: THAT'S GERMANY (-politics)! Bei solch genialer politischer Führung, muss man sich nicht lange wundern warum es noch solch mächtige Länder wie China gibt, die dem Kommunismus nicht abgeneigt sind. Aber nun haben wir ja die Merkel und alles wird besser.....(Sorry, muss mal kurz 'ne Pause machen um meinen Lach-Heul-Brechreiz zu überwinden)

Meine Frage an Robby welche Tickets wir uns denn kaufen sollten, die einfachen billigen Standard Business Tickets ODER die V.I.P. First Class Special Super Train Tickets wurde von Robby mit dem erwarteten Willste-mich-verarschen-Blick beantwortet. So kauften wir die "extrem teuren" VIP Roundtrip Tickets für 160RMB (16Euro) ...LOL....hingegen kosten die Standard Otto-Normalreise-Roundtrip Tickets 80 RMB (8€) [Roundtrip= Hin und Zurück]. Obwohl uns Mandy, unserer VIP-peronal Tour Guide, erklärte es mache keinen Unterschied ob Business oder VIP. Naja, doch, die Feinheiten wie das Zugbegleiterinnen aus dem Train steigen und uns die rote Seidenabsperrung entfernen, sowie den komplizierten Knopfdruck zum Türöffnen erledigen. Ausserdem mussten wir nicht mit dem Fussvolk gemeinsam fahren und hatten einen ganzen Wagon für uns alleine.
Der Maglev Train fährt derzeit zwischen Shanghai City und Pudong Airport, was etwa 30 km beträgt. Wie wir feststellten sei wohl eine weitere Strecke an einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten durch Shanghai von Ost nach West geplant. Ist schon geil diese 30km in 6-8min zurückzulegen mit Spitze 430Km/h. Aber sowas könnte man in Deutschland ja eh nicht gebrauchen. Wäre ja so schwachsinnig den recht weit entfernten, kaum frequentierten Münchener Flughafen mit der Innenstadt zu verbinden. Auch im Rheinland wäre dies bei dem minimalen Verkehr und äusserst seltenen Staus um Frankfurt,Düsseldorf,Essen, etc ja nur Steuerverschwendung. Oder Berlin mit Frankfurt zu verbinden, wäre sicherlich auch nur eine Luxusidee.Da ist es schon besser dieses Geld in einen Luftschiffhangar zu investieren, der danach nochmals aufgrund kleinerer Fehlplanungen in ein beschissen laufendes überdachtes Tropical Island investiert wird. Oder auch ein paar, Millionen schwere, Brücken für Tracktoren über Autobahnen, die leider 20cm zu klein geraten sind um das Tracktoren passieren könnten......wir könnten die Liste ewig fortführen, aber solange unsere Politiker sich keine Sorgen machen brauchen, in welcher Villa sie ihren Hummer verdrücken, sollten wir uns da lieber als nicht-nachdenkendes-Deutsche-Volk, die eh nie die Fresse aufmachen, keine Sorgen machen und uns schon auf die 30% Mwst freuen um die Intelligenz unser Führung auszugleichen. Wäre doch ach mal einen Wahlspruch wert: Nicht denken, nicht handeln, wählt CDU und SPD einfach aus Gewohnheit und väterlicher Tradition.

Zurück zur Maglev: Sehr geil, sehr schnell, sehr bequem. Süße uniformierte Ladies die elegant aus dem Maglev Train aussteigen um die Türen zu öffnen und die Absperrung zu entfernen um die alten Passagiere zu verabschieden und die neuen zu begrüssen. Nur fliegen ist....langweiliger.
Man merkt kaum eine Beschleunigung, keine lästigen ratternden Schienengeräusche. Nur gelegentlich ruckelt es mal sanft und kurz, wenn der Train vermutlich über eine Art Weiche dahinfliegt. Auf dieser Strecke sind zwei Züge im Pendelverkehr unterwegs. Das es hierbei einen kurzen heftigen "Knall" gibt wenn sich die beiden Meglev Züge im Abstand von etwa 2m mit jeweils 430Km/h (also 860Km/h) in entgegengesetzter Richtung begegnen, sei den Konstrukteuren nachzusehen. -> Echt geile Arbeit, super Idee und gute Bausausführung (zur Abwechslung nicht ironisch gemeint!!!!). Aber ist ja schlieslich deutsche Wertarbeit von Siemens und ThyssenKrupp dahinter. ..... Warum wundern sich unsere Politiker doch gleich das so viele Firmen ins Ausland verschwinden? Wegen der leichteren, billigeren und günstigeren Realisierung von Projekten und cleveren Politik kann es ja wohl nicht sein!


Es ist nicht ganz leicht bei 430km/h verwacklungsfreie Bilder zu schießen. Aber ein ansehnliches Ergebnis wäre in dem obigen Bild zu betrachten. Wir hatten das Glück unsere Fahrt so zu wählen, das wir den Sonnenuntergang in Shanghai aus dem Maglev Train erleben konnten. So kam auch dieses malerische Bild zustande.

Da sind wir nun wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen: 60km und 20min später. Wir dackelten daraufhin willenlos mit grosser Vorstellungskraft unserer kleinen süßen neuen persönlichen asiatischen Tour Guide Führerin hinterher. Was wir den als nächstes sehen wollten, fragte sie uns. Glücklicherweise waren wir Gentleman genug mit halbwegs ausreichender Sauerstoff-Blutversorgung im Grosshirn, um nicht wahrheitsgemäss zu antworten. So führte sie uns also mit der "U-Bahn" zum People's Square. Als wir da ankamen, verstand ich den Namen: Man sind da ne Menge People im Square unterwegs. Rechts im Bild wäre nicht nur ein Grössenvergelich zu sehen, sondern auch wie Robby sich die Welt...ähhh den People Square Guarden von unserer Begleitung erklären lässt. Wir schlenderten also die Nanking Road entlang, die Einkaufsmeile von Shanghai. Dies wäre übrigens auch der richtige Platz um fakes wie Rolex,etc zu ergattern. Allerdings sollte man bei den nicht allzu sehr vertrauenserweckdenen Verkäufern, die einen auf der Strasse sehr penetrant ansprechen mit Ihren "Katalogen" um einen dann in ihr "Lager" in den kleinen Seitengassen zu führen, etwas vorsichtig sein. Selbst mit Robby, meinem inoffiziellen persönlichen Wochenend Bodyguard und der einheimischen Führerin, war es mir dieses Erlebnis nicht wert.

Das Foto oben ist in der Nähe des People's Square entstanden als wir Richtung French Consession, ein Stadtviertel, das die Franzosen während ihrer Besatzung von Shanghai stark geprägt haben, spazierten. Der People's Square wäre an dem mittig plazierten lichterfüllten Gebäude rechts anzutreffen. Neben diesem erwähnten Gebäude sieht man ein architektonisches Glanzstück an Skyscraber mit einer rundlichen Untertasse auf dem Dach. Diese Untertasse ist das Restaurant des Radisson Hotels. Notiz für die Projektleitung: Ich habe da einen Wunsch für meinen nächsten Aufenthalt. Sollte das Radisson ausgebucht sein, so würde ich auch auf das ähnlich stilvoll gestaltete Mariott Hotel ausweichen (leider noch kein perfektes Bild vorhanden). ;-)

Diese Ecke zusammen mit Pudong, sind der Grund warum man diese Stadt als "Schönste Stadt der Welt" bezeichenen könnte. Ich selbst fand es sehr interessant und auch schön. Aber denoch kenn' ich schönere Städte und Plätze auf dieser Welt. Wenigstens weis ich nun was mein weisungsbefugtes Chefchen mir Eingangs der Reise verklickern wollte und von welcher Area er da zu sprechen schien (als er meinte freu Dich auf die schönste Stadt der Welt - nachzulesen im ersten Shanghai Thread "Jinshan Hotel"). Denn Jinshan, meinen Aufenthaltsort, konnte er damit definitiv nicht gemeint haben. Gut das dieses Rätsel nun nach 3 schlaflosen Wochen endlich gekärt ist -für mich.

Eine persönliche Herausforderung stand mir noch bevor. Wie trifft man sich mit der zweiten Chatbekanntschaft ohne deutsche Unhöflichkeit an den Tag zu legen? Zumal die 2. Bekanntschaft der englischen Sprache mehr im Text als im Reden & Verstehen mächtig war. Da Dank unserer genialen deutschen Provider ein versenden von SMS nicht möglich ist, sondern nur ggf. das empfangen von E-Plus Warnungen, das das Gesprächausfkommen wieder ungewöhnlich hoch ist und man bitte eine Nummer anrufen soll um dies zu bestätigen (wenigstens sperren sie nun nicht gleich, wie es die ersten beiden Male erfolgte), die klugerweise nat. nicht aus dem Ausland vom Handy anzurufen geht. DAAAANKE E-Plus - Ihr seit so kreativ in Problemerstellung; ACHTUNG negativ Werbung! Mit ohne SMS schreiben war diese augenscheinlich simple Aufgabe nicht so ganz leicht. Wie löst man nun dieses Kommunikationsproblem? Richtig: Man bittet einfach die erste Chatbekanntschaft (unseren persönlichen Tour Guide) das Planing für das Meeting zu übernehmen. Dies wurde dann auch liebevollerweise in dem typisch interessanten asiatischen Sing-Sang-Talk durchgeführt. Ob ich das in Deutschland auch schaffen werde, die eine Frau zu überreden mich mit der nächsten zu verabreden? Wer war doch gleich Casanova? -Keine Ahnung, aber wenn es der Typ ist, der mir jeden morgen im Spiegel begegnet, dann ist das echt nen symphatischer Kerl.

Um weiblichen Meinungen nun schon vorab den Wind aus dem Segel zu nehmen und Ihnen zu zeigen, das nicht alle Frauen zickig sind wie deutsche Bergziegen und es auch anders geht: NEIN, die vermeintlichen Stutenbisse blieben aus....auch ein verlogenes vorgetäuschstes freundliches Miteinander, war eher ein ehrliches nettes Zusammentreffen als ob die beiden sich schon seit Jahren kannten.
So gingen wir dann nach erfolgreichem Treffen gemeinsam wieder lecker schmausen (ja, ich mein Essen, NICHT schmusen). Wer königlich isst, musst dann auch göttlich tanzen. I NEED MUSIC..... so gingen wir dann gemeinsam in unseren Stammclub - BOILING CLUB. .

.....to be continued (next Thread)